23 Feb

Aussen wohnen


Heute werfen wir mit Euch mal einen Blick in unsere altersgemischte Außenwohngruppe: Seniorin Bertha bekommt ihre Extraportionen im Separee serviert, damit sie nicht immer die dicke Jugend zurechtweisen muss. Paula, erklärte nicht-Herden-affine Einzelprinzessin aus besonders gutem Hause, hat inzwischen eingesehen, dass für den unwolligen Rest der Truppe zwar für jeden ein eigener Teller, aber nicht für jeden ein eigener Tisch zur Verfügung steht, und mault nur noch verhalten. – Alle fünf warten ebenso sehnsüchtig auf den Frühling wie die Großfamilie an der Recenia, und hoffen, er möge Gras mitbringen…

18 Feb

Frühjahrsputz


Heute war Kaiserwetter, und wenn solches Wetter ist, schreit das
nach Frühjahrsputz 💪🏻Familie Wühlmaus ist etwas genervt, weil wir heute andauernd durch deren Zimmerdecken brachen, und die Feuerwanzen haben uns akribisch überwacht, damit das hier was wird. Einen winzigen Nacktschneck haben wir beim Duschen gestört (es war ihm peinlich), und Herr Amsel begutachtete das Geschehen von oben. – Bleibt alle schön neugierig – wenn uns das Wetter weiter so gewogen bleibt, berichten wir bald mehr 😉

26 Jan

Mobilienlieferung


Wiesentelegramm – Neue Mobilien geliefert!
Hartmannsdorf (Muht Press). Gestern hieß es „Mit Spießen und mit Stangen“.Zwei funkelnagelneue Esszimmereinrichtungen für Skudden wurden nach erfolgreicher Fertigstellung der staunenden Fachwelt vorgeführt. Wegen der ungünstigen Straßenverhältnisse setzte das Umzugsunternehmen hier auf Frauenpower. – Modell „Mandy“ und ihre namenlose Zwillingsschwester haben den Servierdienst bereits aufgenommen.
Wir wünschen guten Appetit!

20 Jan

Subbotnik


Tür und Tor – Subbotnik mit Folgen!
Hartmannsdorf (Muht Press).

Mitten im Winter bereitet sich die Wiese schon einmal auf den Frühling vor: Bei sehr wenig Temperatur ging es mit sehr viel Enthusiasmus, Kreativität und handwerklichem Geschick den Tor-Provisorien an den Kragen. Die Wiesenbrigade „Lebensfroh“ sah den fleißigen Handwerkern mit gemischten Gefühlen über die Schulter.
„Mag ja sein, dass diese Möhrenbestechung von vorhin den einen oder anderen überzeugt“, gab KonnyMitK kritisch zu Protokoll, „aber Tore bedeuten IMMER eine Beschränkung unserer Bewegungsfreiheit!“ „Die ollen Klapperdinger waren gar nicht schlecht“, ergänzte Moritz, Schlüsseldienst vom Dienst, „die bekam man im Bedarf einfach auf. Was hier entstanden ist, wirkt zwar ausgesprochen hübsch, aber eben auch sehr widerstandsfähig!“ „Ich finde, so eine Wohnung mit Garten sollte schicke Tore haben“, freute sich hingegen Moni. „Vielleicht werden im Frühling ja dann noch hübsche Blumenkästen drangehängt. Geranien wären nett.“ „Trotzdem wird uns das Hauspersonal wohl demnächst wieder Wege abschneiden. Ich hab da schon sowas läuten hören. Angeblich zerlatschen wir sonst die Grasnarbe, und freiwillig bleiben wir ja nicht hinten“, flüsterte Grimmhild heimlich. „Hinten ist doof“, bestätigten die Pommernschafe unisono. „Da bekommt man gar nicht mit, WANN die Brötchen kommen, und kann sich auch nicht vorne anstellen“, murmelte Anni traurig.
Baum Eduard Der Dritte vom Wiesengrund, der ungefragt als Zaunspfosten herhalten musste, atmete erleichtert auf. „Ich bin sehr, sehr froh, dass mich keiner mit Schrauben oder Nägeln gepiekt hat“, knarrte er dankbar. „SO halte ich das Tor gern ein bisschen, ich hab ja grad auch nichts anderes vor.“
Familie Skudde übte sich wie immer in bescheidenster Zurückhaltung. „Ob Wiese vorn, ob Wiese hinten, es lässt sich immer Futter finden“, dichtete Wiesenpoetin Soja das Motto der Woche. „Wir wollen einfach fröhlich hoffen, es stehn uns Haus und Raufe offen“, ergänzte Alma, zwar keine Skudde, aber ebenfalls bescheiden.

Wir halten Sie auf dem Laufenden und danken von ganzem Herzen unseren wundervollen Helfern für den Frühjahrsputz-Einsatz mitten im Winter.

19 Jan

Aussen wohnen

Unsere Außenwohngruppe testet soeben die neue Leckschale. – Prädikat: Unbedingt empfehlenswert.
Bertha, unser Milleniumsschaf, das aus einer, nennen wir es wohlwollend „abenteuerlichen“ Haltung kam, kurz bevor man sie zum Schächten geben wollte, und um die wir sehr kämpfen mussten, weil der Besitzer den Sinn nicht sah, „so ein altes Schaf“ herzugeben (man hat ja einen Ruf zu verlieren!), konstatiert sehr dankbar: „Besser kann Leben nicht sein.“ Wir danken von Herzen den Schenkern, die unseren Tieren das Leben immer noch ein kleines Glückchen schöner machen.

18 Jan

Bunt, ja bunt

Kurzimpressionen aus der Bunten Truppe: Während die einen das Wetter etwas misstrauisch beäugen und sich über ihre kuschligen Häuschen freuen, genießt unsere Oma Bertha in netter Gesellschaft ihren Altersruhesitz mit Vollpension und liebevoll mundgerecht zubereiteten Mahlzeiten.

24 Dez

Rezepttipp fürs Weihnachtsmenü

Hartmannsdorfer Renntier im Speckmantel 

Sie benötigen:

Ein paar Schafe (die Menge ist abhängig von Ihren Lagerkapazitäten und der Größe der Küchenriege)

Für die Füllung:

Gras (wie gewachsen)
Heu (wie ergattert)
Brot – ersetzt den Saucenkuchen (in Stücken, gut getrocknet – Vorsicht mit der Dosierung!)
Möhren, Äpfel, Rote Bete, Futterrüben
Quetschgetreide als Topping
(Für die seniorengerechte Variante häckseln Sie bitte alle Zutaten außer den Schafen (!) ausreichend kurz und klein)

Zubereitung:

Tauschen Sie die Festtagsgarderobe gegen Sachen, die Sie sowieso schon immer loswerden wollten.
Füllen Sie die Zutaten (außer den Schafen!) in Ihnen geeignet scheinende Behältnisse. – Alles ist erlaubt.
Betreten Sie damit die Wiese.

Wundern Sie sich, wie schnell und laut derart beleibte Schafe sein können – sorgen Sie für festen Stand!
Halten Sie die scheinbar geeigneten Behältnisse mit der Füllung prophylaktisch so hoch in die Luft, wie es Ihre Arme hergeben.
Versuchen Sie, Ihre Mitbringsel gerecht zu verteilen.
Schieben Sie Nalas Hände aus Ihren Taschen. Schätzen Sie zeitgleich das Gewicht der Kameruner, die auf Ihren kreischenden Füßen stehen.
Üben Sie Apfelzielwurf für die bescheidenen Skudden. (Inzwischen sollten Sie so eingekeilt sein, dass Sie Ihre Füße problemlos vom Boden lösen und so vor den nächsten spitzen Tritten retten können.)
Schieben Sie Sabses und Annabells Hände aus Ihren Taschen.
Erkennen Sie die fehlende Eignung Ihrer Behältnisse.
Fünf andere Kameruner müssen Sie nicht mehr aus Ihren Taschen entfernen, da diese (die Taschen) inzwischen abgerissen sind.
Versuchen Sie trotzdem noch, allen Schafen gerecht zu werden.

Wenn der Obstkorb leer und Sie ausreichend zerrissen sind, beginnen Sie humpelnd den mühevollen Marsch zum Heubuffet. Lassen Sie sich nicht von den „Wirverhungernumgehend“-Hilfeschreien der Um- und – im-Weg-Stehenden verunsichern – setzen Sie Ihren Gang unbeirrt fort.
Versuchen Sie, die Raufen für alle zu füllen, bevor Ihnen das Heu von den drei „Ih“ (Anni, Nanni und Moni) aus den klammen Händen gerissen wird.
Wundern Sie sich, dass die lautstark die Futtersituation beschimpfenden Kameruner Renntiere überhaupt noch die Füße auf die Erde bekommen. Grübeln Sie kurz panisch, ob es eine unbefleckte Empfängnis vielleicht auch unter Schafen geben könnte.

Als Dessert empfehlen wir eine Dusche.

Wir wünschen allen unseren Freunden, Helfern, Paten und Unterstützern ein friedliches, besinnliches Weihnachtsfest 

23 Dez

Momentaufnahme in Altenburg – Vierter Advent.

Nach einem sehr emotionalen Tag bedanken wir uns aufs Herzlichste bei den Organisatoren einer großartigen Aktion, aber auch bei den LKW-Fahrern, die anhielten (es gab auch die anderen…), beim Betriebsleiter des Schlachthofes für die Gesprächsbereitschaft und allen, die heute dort waren.

Heute sind statt 3000 unfassbare 5000 Schweine gestorben, im Namen des Festes der Liebe. Die Rinder waren gestern dran. – Ihr könnt sie kaufen, morgen, in Stücken und säuberlich verpackt. – Und nichts wird an sie erinnern, denkt ihr, aber wir haben sie gesehen, zusammen mit den vielen wundervollen Menschen dort, und wir alle sind ihre Stimme.

Wir wünschen Euch allen, Euren Familien, Euren Tieren und den Ungezählten dort draußen in den Ställen ein friedliches Weihnachtsfest – ein Fest der Hoffnung und der Liebe.

Links:

http://www.lvz.de/Region/Altenburg/Rund-60-Tierschuetzer-demonstrieren-am-Schlachthof-in-Altenburg

https://www.facebook.com/leipzighalleanimalsave/videos/279434316063339/