16 Sep

Kulturzeit im Wiesenfunk Hartmannsdorf…

Heute: Der Chor der Befreiten. Aus der 9. Singvomvieh von Moritz von Mähthoven.
Dargeboten vom Wiesenfresskreis „Her damit!“
Es dirigiert: Bertha Masur.

Heute kauen wir versunken
Apfelwein, im Stück serviert.
Er macht wenig nur betrunken,
dennoch Andacht ihm gebührt!

Uns‘re Mägen, alle viere, freut solch köstlich Apfelmahl.
Und wir rufen: Venceremos! Fressen wir die Wiese kahl!

Wem das große Glück gelungen,
Hier bei Schafen Schaf zu sein,
Wer das Leben hat errungen,
Stimm‘ in unser‘n Jubel ein.
Macht mit Inbrunst Fressgeräusche!
Mampft die runden Äpfel rein!
Füllt nicht nur mit Gras die Bäuche!
Apfelrund woll’n wir auch sein!

01 Sep

Schneewittchen mal anders..

Heute lernte Anni ihre komplette Patenfamilie kennen.Und weil unser Schwergewicht so sehr mit Apfelessen beschäftigt war (getreu dem Motto „Erst fressen wir Deins und dann jeder seins“ ), sprang Moritz wieder ganz selbstlos ein und gab die Kuschelstatue.
Familie Skudde hielt sich wie immer zunächst bescheiden im Hintergrund, während sogar Polizeischaf Lola den Minimenschen willkommen hieß
Wieder einmal können wir nur DANKE sagen – ohne ihre Lebenspaten hätten die Schafe Hunger und unsere Arbeit wäre nicht möglich
Wir freuen uns auf den nächsten PatentantenonkelkindBesuch

25 Aug

Zäune dicht und Erzgebergeschafkuscheln

Nach Zaunsicherung durch unseren Oberschäfer Burkhard und dessen klitzekleinen Schäfergesellen Theodor konnten wir der Mannschaft heute den Obstgarten wieder aufmachen, in welchem nach den „ergiebigen“ Regenfällen der letzten Tage immerhin ein klitzekleines bisschen Hoffnungsglück grünet. – Noch. – Die Mähbrigade genießt also heute ein kleines bisschen vom Sommerfuttergefühl, bevor wir viel zu bald wieder ausschließlich Heu servieren müssen.

Heute waren wir bei der Kuscheltruppe in den Erzgebergen und hatten Möhre dabei. Antje und Andreas haben heimlich ganze Arbeit geleistet – aus Skeptikern wurden Knutschkugeln. Die Wiese hat noch Gras zu bieten; unser Sommerferienlager ist damit ein echter Sechser im Dürre-Wiesenlotto.
Also – einen Model-Wettbewerb gewinnen unsere Pummelchen gerade nicht… Und damit wäre die These dann auch widerlegt, Gemüse mache eine schlanke Taille

12 Aug

Hälmchen aus dem Sack

Unser Sonntagsmärchen – Hälmchen aus dem Sack

Es waren einmal ein paar Schafe, die liebten das Leben gar sehr. Und weil so viele Menschen danach trachteten, es ihnen zu nehmen, begaben sie sich auf kleinere oder größere Reisen, um zu dem Ort zu gelangen, von dem die Legenden erzählten, dass man dort leben dürfe, ohne dafür Gegenleistungen wie Keule, Gulasch oder Salami zu erbringen.
So wohnten sie alle zusammen friedlich auf einer wunderschönen Wiese, machten Ferien in den Bergen oder ließen es sich in Zaubergärten gut gehen, und niemand wollte ihnen künftig mehr etwas Böses.

Nun begab es sich aber, dass eine große Dürre übers Land zog. Das Gras wuchs nicht mehr, die Bäche versiegten, die Vögelchen verdursteten und die Fische erstickten in den Teichen. „Was soll nur aus uns werden?“, barmten die Schafe. „Kein Hälmchen, das hier noch wächst, kein Kräutlein, das man essen könnte! Rundum wird notgeschlachtet, weil das Futter nimmer reicht oder in Gold aufgewogen wird! Nun werden wir doch alle sterben!“

Die guten Wiesenfeen unter der Federführung ihres Oberzauberers Ritter von Rainding erbarmten sich ihrer und zogen übers Land, um Heu zu finden, damit die Schafe nicht sterben mussten. Viele Bauersmänner schüttelten den Kopf, denn ihr Heu reichte noch nicht einmal für das eigene Schlachtvieh. Ein guter Bauersmann jedoch gab ein paar Rollen ab und nahm nur wenige Taler dafür, obwohl die Teuerung übers Futterland gekommen war. Ein anderer Bauersmann in einem anderen Land namens Thüringen hatte auch noch ein paar Brosamen für die bekümmerte kleine Schafherde, und so reiste Ritter von Rainding mitten in der frühen Sonntagnacht mit der gelben Ritterkutsche los, um köstliche Thüringer Halme nach Sachsen zu zaubern.

Doch weil der Ritter schon seit Tagen und Nächten nichts anderes tat, als Notdächer für Notsommerfutter zu errichten und Heu ins Trockene zu bringen, verließen ihn die Kräfte, und er sank mutlos in sich zusammen angesichts des vielen, vielen Heus in der gelben Ritterkutsche.
Da kam ihm ein Zaubersack namens Beutholo-Mäh-us zu Hilfe und trug ihm das Heu Bund für Bund zum Heuschloss, während der Ritter erschöpft am Rain ruhte.
Und als alles in Sicherheit gebracht war, faltete sich der Zaubersack brav zusammen, hüpfte in die Ritterkutsche und legte sich dort in einer Ecke ab.
Die Schafe dankten es ihm sehr und hatten wieder Hoffnung.
Der Ritter aber fuhr erschöpft nach Hause.

Und die Moral von der Geschichte?
Geld kann man weder essen noch verfüttern…

Aber: Ohne Geld gibt’s auch kein Heu. – DANKE an alle Lebenspaten und Notfallspender

06 Aug

„Gras auf die Wiese“

Nicht „Eulen nach Athen“, sondern „Gras auf die Wiese“.Heute war unerwartet Weihnachten mitten im Sommer.Und weil diesen Sommer alles so anders ist, war das allerschönste Sommerweihnachtsgeschenk auf der Wiese eine Krippe voll mit grünem, saftigen, wunderbaren, ganz frisch gehauenen Oelsnitzer Gras, das erntefrisch zu uns gebracht wurde.Die Schafe konnten ihr Glück kaum fassen, und uns ging das Herz auf vor Freude über dieses grüne Präsent. Die Äpfel und die Brotstückchen kamen bei der Truppe natürlich genauso gut an. Unser wunderbarer Sommerweihnachtsmann musste gelegentlich ums Gleichgewicht kämpfen vor lauter überschwänglicher Schafbedrängnis.
Solche Gesten freuen uns auch deswegen so heftig, weil es gut tut zu wissen, dass da Menschen sind, die helfen. Manchmal auch ganz unvermutet.

Gras macht Spaß

05 Aug

Gold zu Heu! Oder: Sonntag.

Hartmannsdorf (Muht Press).
Zu einem Wiesenfriedensbruch kam es heute zum Sonntag Mittag. Der Wettergott hatte nach einer reinigenden Wiesendusche in der Nacht ordnungsgemäß die Sonne etwas heruntergedreht und für ein leises Lüftchen gesorgt, was von der Brigade „Dörr am Stengel“ durchaus wohl-Wolle-nd registriert wurde. Der trügerische Sonntagsfrieden hielt allerdings nur kurz. Gegen 10 setzte eine merkwürdige Betriebsamkeit ein. „So eine Hektik, was ist denn hier heute wieder los?“, wunderte sich das Kollektiv. Auch die halbherzigen Versuche einzelner Hektiker, die Ministerinnen für Ruhe, Ordnung und Wiesenfrieden mittels Baumwipfelsalat zufriedenzustellen, konnten nichts an der erhöhten Wachbereitschaft im Areal ändern- zu Recht, wie sich herausstellte: Mittels eines durchaus lärmenden Gefährts wurden unerwartet Heurollen heran- und herumgefahren.
Skeptisch beäugte die Wiesenbrigade das Geschehen. „Hoffentlich zerstört dieses Unternehmen nicht den Vorgarten“, bangte Lola. „Hoffentlich erwartet hier keiner, dass wir Gold draus spinnen. Da werden wir ja in hundert Jahren nicht fertig!“, äußerte Anni ihre Bedenken. „Wir sind eher für die Bereitstellung von Spinnmaterial und die Fußbodenpflege zuständig“, bestätigte Nanni. „Mehr als Wolle wachsen lassen ist nicht drin.“
Die Abteilungen Kamerun und Skudde enthielten sich der Stimme. „Reicht, wenn viere meckern, wir gehen lieber fressen“, murmelte Frieda. „Aber SO kann das nicht auf Dauer bleiben, wir kommen ja gar nicht ran ans Buffet!“ – „Da fällt uns schon noch was ein“, wisperte Moritz und inspizierte die Planenkonstruktion schon einmal unauffällig aus der Ferne. „Bisher hab ich noch Euch JEDES Schlupfloch gefunden!“

Wir halten Sie auf dem Laufenden.

31 Jul

ReWollte droht – Schaft die Hitze endlich ab

Hartmannsdorf (Muht Press). Während die Region unter dem immerwährenden Sommer ächzt und Büros sich nun auch trefflich eignen, gefüllte Kaffeetassen dauerhaft warmzuhalten, braut sich auf der Wiese an der Recenia offenbar etwas zusammen. Vermehrt werden die Mäherinnen und Mäher dabei beobachtet, dass sie nicht mehr ausschließlich traurig an trockenen Halmen kauen, sondern sich wieder und wieder in heimlichen Winkeln zu Versammlungen treffen, um dann, wenn sie ertappt werden, demonstrativ unschuldig zu gucken. – Skuddenkind Olga, die wie alle anderen von der Herde eingeschworen war, NIEMANDEM etwas zu erzählen, folgte dem uralten Mechanismus, der einem solchen Schwur innewohnt, und verriet heute folgerichtig ganz im Geheimen ein paar Interna.
„Wir werden demnächst die Revolution ausrufen“, wisperte sie. „Die Transparente sind fast fertig („Die Wiese wird hier heiß und heißer – Dreht endlich die Sonne leiser!“, „Wolle auf dem Kreuze – wir haben voll die Schnäuze!“), und unsere Losung lautet „Statt Hitze wolln wir Pudelmütze!“. Wir wollen, wenn sich hier nicht bald von selbst was ändert, demnächst auf der B95 durchs Dorf ziehen. Für mähr Regen und weniger Grade! – Aber NICHT weitersagen!“ – Sprachs – und ging ein Alibigras knuspern.
Natürlich halten auch wir uns strikt an das gegebene Schweigeversprechen.
Sollte also demnächst eine weitere Verkehrsbehinderung zu noch längeren Reisezeiten gen Chemnitz führen – Reihen Sie sich doch einfach mit ein ins Heer der Sommersonnensatten. Am Regentanz wird auf der Wiese schon eifrig geübt.

Wir halten Sie auf dem Laufenden.

30 Jul

Montagglutsommerabend

Heute zum Montagglutsommerabend etwas Berthchen zur Erbauung. Der Tageswasserverbrauch aller Mäher und Mäherinnen liegt mittlerweile bei fast 40 Litern – und auch Milleniums-Bertha hält sich an die eiserne Regel „Wenn alle Brünnlein fliehießen, so muss man trihiiinkeeen“.
Wiesenregel Nummer 18: Fehlt es an Wasser auf den Wiesen, so musst die Tröge DU begießen! –
(Allmählich wär es aber nett, wenn man mal etwas Regen hätt…)

04 Jul

Regen fehlt

Wiesenimpressionen. Allmählich wird das Gras knapp, der Regen fehlt 😰Aber die Mannschaft ist noch guter Dinge und hat gelernt, sich bescheiden zu bescheiden. Und ein paar Heimlicheckchen haben wir auch dort noch in petto