11 Jul

Schnegel und Heu

Heu-te gab es im Zuge unseres Sonntagmorgenfühsports nicht nur die erste Lieferung allerbesten regionalen Ökowiesenheus von den Heuwachslassern unseres absoluten Vertrauens („Die erste Rolle ist am schwersten, dann geht’s!“), sondern gleich noch jede Menge kurzfristig obdachlose Tigerschnegel, die ihre Häuschen unter unseren inzwischen fast leergegessenen Planen gebaut hatten. – Natürlich haben wir jeden einzelnen geborgen und ins neue Haus gesetzt. – Schließlich haben wir Platz für alle.

10 Jul

Einflug nach Chemnitz

Heute waren unsere Minis zum Gartenfest bei Kaffee in Sammeltasse eingeladen, damit unter den vegnügungssüchtigen Ponys bloß keine Langeweile aufkommt. – Als Stargäste haben sie den Stress einfach uns überlassen, nahmen am Buffet etwas Wiese zum Kaffee, heimsten die gebührende Bewunderung huldvoll ein, ließen sich unterhalten und krabbeln, gingen zwischendurch fix noch zur Visagistin und entspannen nun ein wenig im heimischen Strohbett. – Wenn das so weitergeht mit dem Unterhaltungsprogramm für die beiden Herrschaften, werden wir die zwei Burschen dann doch mal anteilig mit zur Kasse bitten, das geht allmählich weit über die vereinbarten Lebensplätze hinaus! Edit: Natürlich würden wir die Ponys nicht in Situationen bringen, die sie nicht mögen. Und natürlich waren wir an beiden Ausflugstagen immer auf dem Sprung, um sie sofort nach Hause zu fahren, wenn sie keine Lust mehr auf Abenteuer haben. Und natürlich waren die Wiesen so groß, dass immer mehr als genug frei wählbarer Platz für Abstand war- Und natürlich waren die Ponys nicht die Attraktion der Besuche, sondern die Besuche die Attraktion für die Ponys. Unsere beiden genießen es, endlich wahrgenommen und beschäftigt zu werden. Fenn hatte wegen des jahrelangen Bewegungsmangels und der miesen Haltung einem komplett verschobenen Halteapparat und war total resigniert. – Jetzt fängt er an, auch mal aufzutrumpfen und rumzuklapsen Jeronimo, unser kleiner Streber, hat anfangs vor Frust und Langeweile gebissen und freut sich über jede neue Aufgabe, die er bekommt. Eins darf sie nicht sein: Langweilig. – Die zwei lieben es, was zu tun zu bekommen (sowohl für den Körper als auch für den Kopf), und aus zwei Trauerklößchen sind zwei fröhliche und neugierige Minis geworden, die das Leben feiern. Und (auch) darauf sind wir stolz.

26 Jun

Ausflug nach Chemnitz

Heute hatten Fenn und Jeronimo ihren ersten Auftritt in der Öffentlichkeit und haben beim Gartenfest der Sächsischen Sozialakademie Chemnitz hingebungsvoll Rasen gemäht und große und kleine Kinder verzückt .Sie haben sich wirklich wacker geschlagen und fallen heute sicher todmüde ins Strohbett.

10 Jun

Nachtnachlese

Wenn abends pünktlich 21 Uhr sämtliche Smartphones des Vereins auf einmal klingeln -Wenn daraufhin umgehend alle alles stehen- und liegenlassen, aus der Dusche und dem Fernsehsessel springen-Wenn die Autos mit hastig im Treppenhaus übergeworfenem Shirt, aschenputtelgleich („Nur ein Schuh“) geentert werden -Wenn eine der Startenden panisch durchs Mietshaustreppenhaus ruft: „Ich brauch Möhren! Oder Äpfel!“ – Wenn alle den Tatort maximal sechs Minuten nach Eingang der Meldung erreicht haben – Wenn ein Vereinsmitglied mitten auf der Kreuzung aus dem Auto springt und einem anderen laut zuruft „ich bin da! Fahr mein Auto weg!“ („Wo steht denn das?“ – „Weiß ICH doch nicht!!!“) -Wenn absolut unbeteiligte Autofahrer selbstlos Nusstüten (statt Brot) und neu gekaufte Ikea-Teppiche zur Verfügung stellen -Wenn die Gemeinde im Laufschritt bergauf und bergab durchquert wird -Wenn wagemutige Hechtsprünge schließlich zum Erfolg führen und eine fliederfarbene Welpenleine das Schlimmste verhindern soll – Wenn die Frage „Das ist wohl Euer Schaf? – Und was ist mit der braunen Ziege?“ nur völliges Unverstehen hervorruft -Wenn die Fragen des Abends „Wo ist mein Handy? Wo ist mein Auto? Wo ist mein Wohnungsschlüssel? Wo sind meine Nüsse?“ sind -Dann hat Moritz (keine Ziege!) den Ausgang am doch nicht so perfekt reparierten Zaun der Grimmhild-Steffi gezeigt, hat ihr aber nicht gesagt, wie man wieder zurückkommt….Und heute wird mal wieder Zaun gerichtet!Wir danken:Unseren InformantenAllen freiwilligen und spontanen HelfernAllen geduldigen und vorsichtigen AutofahrernPS. Gelacht haben wir hinterher. -Sehr.

24 Mai

Arbeitsnotizen.

Pfingstmontag mit Kinderarbeit, einem alternativen Zaun samt Klappstuhl, Grasbüschelweitwurf, einem Pattex-Moritz, den allerbesten Rhabarbercupcakes der ganzen Welt und etwas Baumwolle DANKE allen Helfern und Doppeldanke dem Wunderbäcker.

23 Mai

Pfingstschafe statt Pfingstochse?

Straftat auf der Wiese oder: Pfingstschafe statt Pfingstochse?Hartmannsdorf (Muht Press). Entgegen des Beherbungsverbotes bestiegen heute die beiden frisch sommerfrisierten und nagelstudioverschönten Damen Lotte und Rosalie samt ihrer Schminkköfferchen und kleinem Reisegepäck den Bus, um zu einer Seniorenreise mit gleich mehreren Übernachtungen AUSWÄRTS aufzubrechen. Damit nicht genug, wurden von den beiden Rebellinnen weder Abstandsgebote noch Maskenpflicht (auch nicht im Bus!) umgesetzt, und an der Händehygiene darf zumindest gezweifelt werden. Ein weiterer Verstoß wurde vermutlich begangen, als die Außengastronomie ungenehmigt in Anspruch genommen wurde. Allerdings zeigten sich die Verantwortlichen hier zumindest rechtlich unsicher, weil keiner mehr weiß, was wo gerade erlaubt, verboten oder verpflichtend ist. „Uns egal. Wir machen jetzt Pfingsten“, murmelte Lotte ein wenig aufsässig. „Kampfu mir mal den Gämseweim gebem?“, fragte Rosalie in die Runde. „Mit vommem Mund spricht mam micht!“, belehrte Lotte sofort.Was an Strafverfolgungsmaßnahmen auf Grund der zahlreichen Verstöße auf die Täter und Mittelsmänner und -Frauen zukommen wird, ist derzeit noch unklar.Wir halten Sie auf dem Laufenden und wünschen allen Frohe Pfingsten!

14 Mai

I am Schur

Wir bedanken uns jetzt als allererstes ganz herzlich beim KcK Kleincontainerdienst Kupfer Hartmannsdorf für die unkomplizierte Unterstützung. Das nächste wahnsinnig dicke Danke geht an unsere vielen Helfer und Unterstützer, dank denen es möglich war, dass heute die nachgewachsene Wiese freigegeben werden konnte. Da war ja noch dieser kaputtgefahrene Zaun, der nun gerade rechtzeitig wieder ein ganzer Zaun ist. Guckt mal, was Schafe im Zusammenspiel mit der Natur für Wiesen tun – so vielfältig war es auf „Seite Fast schon Kühnheide“ in den letzten Jahren noch nicht. Wir wünschen unseren Nachbarn von der Recenia ganz viel Freude mit unserer Bande, die jetzt wieder ein bisschen mehr ins Sichtfeld gerückt ist. Ohne die Winterjacken sieht man einigen unserer Schafe das hohe Alter nun wieder deutlich an. (Eigentlich wird man in Wiederkäuerkreisen nicht natürlich alt, sondern vorher zu Gulasch…) Bitte achtet trotzdem darauf, dass nicht vor lauter Begeisterung ganze Bäckerläden über den Zaun gereicht werden – wir verstehen das von Herzen, aber den jeweils vier Mägen unserer Mäher tut zu viel Brot gar nicht gut. (Möhrchen sind ungefährlicher und auch sehr beliebt). Gern organisieren wir statt dessen spontane Kuschelstunden – das ist viel schöner für die Seele.

13 Mai

Arbeitsnotizen:

Unsere Version von Lock down! – Waschen, schneiden, legen oder: Wolle wagen statt Bollerwagen – so feiern wir bei Muht zum Gras den heutigen Tag. – Es ist feucht von allen Seiten, aber die Jahreszeit schreit nach Sommerfrisuren.

25 Apr

Familie auf Tour

Ihr Lieben – heute wagen wir es und erzählen Euch vom nun doch vierfachen Babysegen. Erst hat uns unsere Erni ja erwartungsgemäß mit ihrem Duo überrascht. Und als Mozart aus dem Gröbsten raus, Bruno riesig und die 153 maximal möglichen Tage, die Susi tragend sein konnte, im Prinzip fast um waren – genau! „Fast“ ist eben nicht „ganz“, und so entschloss sich Susi dann doch schnell noch, das letzte Mal in diesem Leben Mama zu werden. Ihr Zwillingspärchen hat uns echt verblüfft – nun haben wir ein kohlrabenschwarzes Mädel und ein gepunktetes Böckchen mehr. Das allerdings war so zart und durchscheinend, dass wir, statt seine Geburt zu verkünden, lieber erstmal eifrig um sein klitzekleines Leben gebangt und gekämpft haben. – Der Zwerg hat allerdings einen wahnsinnigen Lebenswillen, und so wagen wir es jetzt, auch für ihn nach einem Paten für immer zu suchen. – Gibt es also unter Euch jemanden, dem der Mini mit den braunen Flecken ins Herz guckt und der ihm seinen Lebensunterhalt sichern und ihm einen Namen geben möchte? – Sein Schwesterchen hatte schon Glück. Wir danken Nicole Urban von Herzen für die zauberhaften Fotos, Guckt auch mal in ihrer Pixelschmiede auf Facebook vorbei!