16 Nov.

Pony Max

Unverhofft kommt oft! – Ihr Lieben, nachdem der erste Eingewöhnungstrubel ein bisschen vorbei ist, wagen wir es heute, euch unser neuestes uraltes Vereinsmitglied vorzustellen. – Kinderpony Max wurde kürzlich in Rente zu uns geschickt, und die genießt er gemeinsam mit seinem täglichen seniorengerechten Seniorenteller entschlossen und in vollen Zügen! – Damit das alles funktionieren konnte, waren in den letzten Wochen viele heimliche Helfer sehr heimlich aktiv, und so entstand in Rekordzeit unter tatkräftigster Hilfe einer Klasse Krankenpflegehelfer der SSA Chemnitz – Lene Voigt (Lisa und Marcel for Bundesbauminister!!!) Maxhütte, weil Ponyhausen für vier Herren wirklich etwas knapp geworden wäre. In diesem Domizil servieren wir nun täglich köstlichste Breikost, die Max ganz allein schlabbern darf. Deswegen trägt er inzwischen fast schon sowas wie ein kleines Bäuchlein.

Ihr ahnt es schon: Max sucht händeringend Lebenspaten, die uns helfen, ihm die letzten Jahre zu finanzieren (denn Brei ist teurer als Heu, aber für Heu reichen die Zähne nicht mehr).

Wer möchte unserem alten Pony, das es so sehr verdient hat, sich jetzt das vom Leben zu nehmen, was es haben möchte und kann, unter die Arme greifen? – Auch Teilpatenschaften helfen, damit wir den, der sein Leben lang andere getragen hat, jetzt auf unsere Schultern nehmen können.

Hier kommt Max – Willkommen bei uns!

22 Okt.

Verflüchtigt

Flüchtiger endlich eingefangen!

Hartmannsdorf (Muht Press).

Zu einem ungeheuerlichen Vorfall kam es am gestrigen Tag in einem Gewerbegebiet in Freiberg. Schaf Franz, der seine Entführung aus seinem einsamen Witwer-Zuhause vor 4,5 Monaten mit geplanter Verbringung in die Hartmannsdorfer Fremde durch eine sehr beherzte Flucht gerade noch verhindern konnte, ging gestern seinen Häschern doch noch ins Netz. Nach drei Pieksern unbekannter Herkunft und einem sich anschließenden heftigen Anfall von Müdigkeit wurde er in einem ihm unbekannten Transportmittel wach. „Erst mal die Lage sondieren, und dann wieder ab durch die Mitte“, dachte sich der eben Erwachte, als Fremde sich an seinem Gefängnis zu schaffen machten, und fand die Schwachstelle der Konstruktion. Sein erneuter Fluchtversuch wurde nur durch das schändliche Eingreifen einer ihm unbekannten Person verhindert, der er kurzzeitig auf der Schulter hing. „Das nennt man dann wohl „eine dicke Lippe riskieren“, kommentierte er kurz den Schmerzlaut der äußerst hinderlichen Person, bevor er von zwei Männern zurückgedrängt wurde. – Als er das Gefährt endlich verlassen durfte, fand er sich in einer Meute ihm ebenfalls unbekannter Artgenossen wieder, die ihn interessiert begutachteten. „Mir brummt der Schädel, ich hab keine Ahnung, was passiert ist, und ich vermute, dass ich schlafe, träume und Schäfchen zähle“, murmelte er vor sich hin und begann etwas schwankend den Marsch in den Obstgarten. „Was ist denn mit dem los? Hat der gestern zu viel Abschied gefeiert?“, wunderte sich Derschaf, der dem missachteten Begrüßungskomitee angehörte, und legte irritiert den Begrüßungsblumenstrauß zur Seite. „Das wird schon“, murmelte Sammy zuversichtlich. „Wir organisieren die Willkommensparty eben später.“ Der Rest der Brigade „Wiese marsch“ nahm schulterzuckend das Tagwerk wieder auf, während der Neuankömmling weiter versuchte, die Lage zu verstehen. „Ich schlafe jetzt einfach weiter, wache dann auf und bin in meinem Gewerbegebiet. Alleine.“, beschloss er schließlich und rollte sich unter einem Apfelbaum zusammen.

Wir halten Sie selbstverständlich auf dem Laufenden.

Gestern zog Franz im Glück also endlich bei uns ein. Wir danken allen Unermüdlichen, den Anfütterern, dem Besitzer, der Franz sein Zuhause gab, auch als seine Mädels gestorben waren, dem Tierarzt und natürlich Heike für die Geduld und für das „Niemals aufgeben“. Franz hatte 4,5 Monate immer einen vollen Bauch, erfreut sich bester Gesundheit (das Abenteuer hat ihm nicht geschadet) – aber eben kein Schaf, mit dem er sich unterhalten konnte. – Wir hoffen, dass er bei uns schnell Anschluss findet, und freuen uns über unser neuestes Familienmitglied mit der bewegten Geschichte. – Willkommen bei uns, lieber Franz im Glück!

18 Juli

Freya und Rosa

Ihr Lieben – hier kommt unser absolut überwältigtes riesiges DANKE für Euch – Ihr seid in die Bresche gesprungen, als es finanziell so herausfordernd wurde, dass wir wirklich unruhig wurden. Ihr habt uns Kraft gegeben – und zwei Leben auch.

Hier kommt unser FreyaundRosa-Update (immer mit dem Hinweis, dass noch ALLES passieren kann, aber: HEUTE ist ein GUTER Tag!) Rosa und Freya sind gestern auf unsere Spezial-Päppel-Stelle zu Alfons und Ina gezogen. Dort haben sie das, was wir hier wegen der besonderen Umstände nur suboptimal bieten können: Freya braucht dringend Schafkontakt und Leute mit Wolle, von denen sie lernen kann. Rosa braucht eine kleine Herde, in der sie nicht panisch auf ihr Kind achten muss, weil dieses vorwitzige Töchterchen schlimmer ist als ein Sack Hühnerflöhe. – Freya braucht mehrmals täglich einen großen Schluck aus der Flasche. Beide brauchen engmaschigste Betreuung, damit gegebenenfalls ganz schnell reagiert werden kann (wie schnell Notlagen entstehen, haben wir am Sonntag gesehen). Rosa isst gern Gras, erwischt aber nie genug und nur das weiche langstielige, womit sie ihren Bedarf nicht annähernd decken kann, braucht also früh und abends ihren Brei (auf den auch alle anderen scharf sind, muss also die Chance haben, den allein und in Ruhe fressen zu können). – Kurzum: Zwei echte Herausforderungen! – Die ersten 24 Stunden sind um, die Miniherde (auch alles Muht-Schafe) hat den ersten Schock über die Lebensaufgabe, die wilde Freya zu integrieren, halbwegs verdaut, und aktuell sind alle wohlauf. – Seht selbst und: Wir brauchen weiter JEDEN Daumen!

Und: DANKE FÜR EUCH!!!

04 Juli

Gemüsesafari 2.0

Wetten, dass? – Hartmannsdorf (Muht Press).

Zu einem Umzug der ganz besonderen Art kam es am 3.7. – Big Al, seines Zeichens Ritterriesenpferd im Herzen, wurde zu nachtschlafender Zeit aus dem Heimatgefilde am lauschigen Park entführt. Mit ihm klapperten klapprige Leiterwagen, die offenbar einem Museum für frühe Fahrgeschichte entwendet worden waren, gezogen von kräftigen Lehrkräften und Schülern der SSA Chemnitz, berufsbildende Schulen Lene Voigt . „Solange ich die Dinger nicht ziehen muss“, sinnierte das Pony unter seinem Pony-Pony, „dafür würde ich keine Verantwortung übernehmen! Am Ende reißt noch die Deichsel ab, bei meinen Pferdestärken, und dann war ich’s wieder!“ Die Tatsache, dass sich zwei der Anwesenden (angeblich Lehrer) in Erbsen- und Möhrenkostüme zwängten, ignorierte Big Al stoisch. „Ist der Ruf erst ruiniert“, murmelte er nur leise, kurz, bevor man ihm einen Hut zwischen die Ohren setzte. „So erkennt mich vielleicht niemand. Fenn und Jeronimo lachen sich ja tot.“ Die Karawane zog gemeinsam zum Hort, in dem – trotz des verheißungsvollen Namens „Crazy Kids“ – erstaunlich unkostümierte Kinder warteten. „Es gibt also noch Hoffnung, denn Kinder sind schließlich die Zukunft“, grübelte Biggi, der – von einer Möhre und einer Erbse flankiert- die freudige Begrüßung so würdevoll, wie es unter diesen Umständen überhaupt noch möglich war, entgegennahm. „Darf ich jetzt bitte auf Schleichwegen nach Hause? Ohne Möhre, Erbse und Klapperwagen?“ fragte er vorsichtig nach, als sich die Kinder gruppenweise auf den Weg machten, um auszuprobieren, wie viel Platz ein handelsübliches konventionelles armes Schwein eigentlich zur Verfügung hat, sich beim eierfreien Eierlaufen zu messen und der Karte zum Park zu folgen, wo tonnenweise Nudeln und Bolognese auf die hungrigen kleinen Wanderer warteten. – Mit Erbse, Möhre und Klapperwagen. – „Auf den Schreck erstmal einen Teller Heu und einen Schluck Hartmannsdorfer Rohrperle“, murmelte er. „Bloß gut, dass ich nicht als Knoblauchzehe durch den Ort toben musste.“ – Dem bunten Treiben der Crazy Kids sahen alle drei Ponys und die Seniorenbrigade „Zickezacke, Zickezacke, Heu Heu Heu“ aus sicherer Entfernung zu. Großen Anklang hinterm Zaun, vorrangig bei den Ponys, fand das Steckenpferd-Turnier: „Ich hab noch nie verstanden, warum Pferde Leute, die über Hürden wollen, über Hürden schleppen müssen“, sagte Fenn nachdenklich. „WIR wollen da ja meistens gar nicht drüber.“ „Wetten können wir trotzdem, es heißt ja Pferdewette“, rief Schaf Moritz, klappte den Klapptisch aus und eröffnete geschäftig das Wettbüro. „Ihr Einsatz, meine Damen und Herren?“

Der Buschfunk berichtet unterdessen, eine Möhre sei durch den Ort gelaufen und habe dabei arglose Einwohner gegrüßt.

Wir halten Sie auf dem Laufenden.

18 März

Möhrchen und Märchen

Besuchszeit beim Quququ (Quarantänequartierquartett). – Die vier sind Meister im Mensch-um-die-Klaue-wickeln. – Die Währung: Möhrchen!

15 März

Willkommen im Leben!

Heute hieß es: Aus drei mach fünf. Eigentlich wollten wir heute „nur“ ein Milchschaf ohne Milch und daher ohne Nutzen zu uns holen. („Macht ihr Wurst draus?“) Und ein Hammelchen nebst Freundin. – Beim Milchschaf blieben wir unserem Plan treu. Beim Hammelchen und seiner Freundin wurde es etwas schwieriger, denn die beiden Böckchen aus ihrer Familie standen ziemlich verloren und verzweifelt hinterm Zaun, als Hammelchen und Freundin in unserem Hänger standen. – Hätten wir sie wirklich ans Messer liefern sollen…? Ihr kennt unseren Lieblingssatz? – Willkommen bei uns – Willkommen im Leben! Das weiße Böckchen hat bereits einen kleinen Paten – die anderen freuen sich über Unterstützung

01 Jan.

Lebenspatin gefunden

Unser kleines ganz großes Neujahrswunder heißt „Berta hat ihre Lebenspatin“. Gut Ding will oft Weile haben – wir sagen von Herzen DANKE dafür, dass eine „unspektakuläre“, bescheidene Ungesehene gesehen wurde. (Berta kam mit Ilse, als ihr Besitzer ins Pflegeheim ziehen sollte- ihr erinnert euch vielleicht?) Wir danken euch allen, die ihr uns helft, zu helfen. – Ihr ahnt gar nicht, WIE sehr. – DANKE!

01 Jan.

Neujahrsauftakt

Heute machen wir mal Facebook:

Nur Menschen mit echten Adleraugen erkennen auf diesen Bildern Ponys! Oder: Was du zuerst siehst, wartet dieses Jahr auf Dich.

31 Dez.

Rauhnächte

Die Ponys sind im sicheren Notquartier angekommen, und auch die Hühner nebst Hahn, Erni und Moritz leben heute Nacht auf jeden Fall etwas weniger laut als draußen. – Unsere Receniaschafe können wir leider nicht alle reinholen (viele von denen fänden, zugegeben, das Ansinnen allein äußerst verwerflich). So hoffen wir, auch diese Silvesternacht möge wieder glimpflich verlaufen, unsere Schafe mögen sich in ihrer Herde ein wenig geschützt fühlen, wenn der Irrsinn wieder richtig losbricht, und unsere Wiese möge vielleicht irgendwo tief drinnen Zuflucht für verstörte Vögel bieten. – Wir wünschen euch allen einen friedlichen Jahreswechsel und ein gutes, helles, hyggeliges 2025, in dem sich gute Träume erfüllen und neue gute entstehen. Passt auf Euch und all die anderen auf!

24 Dez.

Weihnachtsfreude

Ihr Lieben – pünktlich zum Weihnachtsabend haben wir zwei sehr große Geschenke zu verkünden: Unsere beiden Funkelnagelneuen haben heute ihre Namen und gleich noch ihre Lebenspaten dazu bekommen! Gitti, die Dame mit Pony, und Lucie, ihre ponylose Weggefährtin, können nun ganz beruhigt durch die Rauhnächte ins neue Jahr gehen. Sie sind Menschen wichtig, und Menschen sind bereit, sie zu unterstützen. Wir sagen DANKE an die beiden Lebenspatinnen, die es uns möglich machen, so vieles möglich zu machen. Gitti und Lucie sind noch ein bisschen vorsichtig, aber ihr Brot holen sie sich inzwischen mit langem Hals immer öfter persönlich. Und so sagen wir wieder unseren Lieblingssatz: Willkommen bei uns, willkommen im Leben! Wir wünschen euch allen das, was Gitti und Lucie widerfahren ist: ein wirkliches Weihnachtswunder, dass ihr gerade braucht, eine frohe und besinnliche Weihnacht und magische Rauhnächte. – Passt auf Eure Träume auf!