14 Apr

Hühner in Sicherheit

Wisst Ihr noch – Ostern? Das Fest, zu dem Eier eine Hauptrolle spielen? – Die Eier bringt nicht der Osterhase, das ist ein Märchen. (Tut uns leid.) Die Eier, die wir bunt anmalen, auspusten (was für eine Verschwendung), verstecken und wiederfinden, werden von Hühnern gelegt, in großen Ställen, sehr eng, weil SEHR voll. (Wenn man mit dem Eierverkauf Geld verdienen muss, braucht man nämlich viele Eier. Je mehr Hühner in so einen Stall passen, desto effektiver.) Und dann, nach ca 15 Monaten, wenn die Mauser (und damit die eierarme Zeit) ansteht und die Verluste höher werden, weil die Hennen dem täglichen Legemarathon im täglichen Kampf um Platz und Frieden erliegen, wird ausgestallt. In aller Regel Richtung Schlachthof; für den menschlichen Verzehr sind die ausgemergelten kleinen Körper dann aber eher nicht mehr so geeignet. –

Heute wurde auch wieder ausgestallt. Aber: Der wunderbare Verein Rettet das Huhn e.V. hat für so viele so wenige kleine, große Federseelen wieder das Wunder von Leben wahr werden lassen.
Für viele, viel zu wenige ausgediente (nicht: alte!) Legehennen öffnete sich heute das Tor ins Leben. Und wir hoffen (wieder), dass sie es lange, lange genießen können.
Bleibt die Frage:
Für ein paar Hennen zum
Samstag Abend SO WEIT fahren? – Wir dürfen mit ihnen das Leben feiern, nachdem sie dieser Maschinerie, in die sie geboren wurden, heute entronnen sind. – Ja. für „ein paar Hennen“ so weit fahren. Jede ein Individuum, jede eine kleine Welt, jede eine riesengroße Seele.
Willkommen im Leben. Wir sind sehr dankbar, dass wir wieder dabei sein konnten.

07 Apr

Skandal – Vier Schafe ausgesetzt!

Hartmannsdorf (Muht Press). Zu einem Fall von Aussetzung in der unwirtlichen Wildnis kam es am heutigen Nachmittag. Vollkommen unangekündigt und gänzlich ohne Vorwarnung wurde die kleine Familie Schwarz aus ihrem gemütlichen, wenn auch etwas engen Häuschen entnommen, in einen Hänger verladen und ohne jede Erklärung auf der Wiese ausgesetzt. Die dortige Mannschaft wurde ebenfalls im Vorfeld nicht über dieses Vorhaben informiert und reagierte zunächst entsprechend ratlos. „Noch mehr Fresser“, schimpfte Anni, die sich aus Versehen kurz in die wilde Stampede eingereiht hatte und einen schwerfälligen Galopp aufs Wiesenparkett legte, sich dann aber schnell ihrer Würde besann und etwas beschämt abbremste. Brigade Kahlfraß (die Kameruner) rannten zwar noch ein wenig länger; als aber Moritz als Chef des Ganzen die Neuankömmlinge in Empfang genommen und kurz eingewiesen hatte, fügte man sich mehrheitlich murrend der Situation. „Ich weiß gar nicht, was das soll“, murmelte Lisa bekümmert, „immerhin ist das doch sogar die Geburtswiese meiner Kinder.Wir KENNEN uns doch alle schon über zwei Tage!“
Lutz und Isabell, die zwischendurch kurz Mühe hatten, im allgemeinen Gewühl ihre Mama wiederzufinden, hatten recht schnell beschlossen, der neuen Lebenslage das Beste abzugewinnen, und übten sich im Bockspringen. „Das Geraufe an der Raufe fangen wir gar nicht erst an“, beschied Lola und schubste den Lutz kurz zurecht, als der nach den besten Halmen angelte.
Bertha, die kurz allein im Winterquartier zurückgeblieben war, zeigte sich deutlich besorgt und erteilte dem Angebot, den Garten und ihr Häuschen weiter nutzen zu können, schweren Herzens zunächst eine Absage. „Die junge Mutter kommt NIE ohne mich klar da oben. Da werde ich mich wohl opfern müssen. – Bringt mich hoch.“ – Lisa war ausgesprochen erleichtert, die Seele der Herde wieder an der Seite zu haben. Nur Lutz und Isabell murrten ein wenig, da sie ahnten, dass mit dieser Erziehungsberechtigten wieder Zucht und Ordnung einziehen würde.
Die einzigen, die gänzlich kommentarlos und sehr gelassen auf die Neuankömmlinge reagierten, waren die Skudden. „Hier gibt es so viel zu finden, das reicht dreimal für uns alle“, gab Die Kuller als sachliche Bemerkung in die Runde. „Ihr seid alle einfach viel zu mäkelig.“
Wir halten Sie auf dem Laufenden.

02 Apr

Extraosterei Besuch

… Und dann war da heute noch unsere Nala, die als ganz persönliches unbezahlbares riesiges Extraosterei Besuch von ihren funkelnagelneuen Lebenspaten hatte.
Nala, ganz Dame, erkannte allerdings schnell, dass es die wahre Liebe nur unter echten Männern geben kann, und ließ daher völlig selbstlos Chef Moritz den absoluten Kuschelvortritt (dass Nala eher zur Sorte „Anfassen verboten“ gehört, verschweigen wir jetzt mal inoffiziell) Moritz kam, sah und siegte, und so wickelten sich zwei kleine Seelen hurtig gegenseitig um den kleinen Finger. Es war eine Freude, diese gegenseitige Freude und Wertschätzung zu erleben.Nach einer Wohnungsbesichtigung in Villa Wiese I und anschließender Gartenexkursion ließ unser Moritz seinen neuen kleinen Kumpel nur wehmütig ziehen und freut sich sehr aufs Wiedersehen.
(Bis dahin übt Nala noch ein bisschen, sonst hat sie nämlich wieder das Nachsehen)

24 Mrz

Jahreshauptversammlung im Bergschlösschen Hartmannsdorf

Das Fazit unserer gestrigen Jahreshauptversammlung: Wir haben viel vor, wir werden, nachdem wir gemeinsam ein Jahr retrospektiv sortiert haben, einiges etwas anders machen, Bewährtes behalten, Neues angehen. Wir freuen uns auf das, was kommt, und möchten wieder einmal allen unseren Wegbegleitern und -bereitern von Herzen Danke sagen. Wir wären nicht, wo wir sind, wenn Ihr nicht wärt, alle, egal ob Lebenspate, Mitglied, Helfer, Zuhörer, Mitleser, sachlicher Kritiker, Unterstützer, … Was mit einem ziemlichen Bauchgrummeln begann, ist inzwischen ein großer und sehr verlässlicher Teil unseres Lebens hier.

Und übrigens – genauso verlässlich ist „unser“ Bergschlösschen Hartmannsdorf, wo wir immer die Teller kreisen lassen müssen, weil ALLES so verlockend lecker ist und die Auswahl so riesig und die Schlossherren SO herzlich.

21 Mrz

Wir sagen: Danke an die OG der CDU Hartmannsdorf!

Am 21.3. durften wir bei strahlendem Hartmannsdorfer Sonnenschein (der das Fotografieren etwas erschwerte) unter dem beifälligen Schmatzen unserer Wiesentruppe, die statt mit Sekt mit Heuhalmen anstieß, eine großzügige Spende in Empfang nehmen, über die wir uns riesig freuen!
Wir werden sie für viele, viele klitzekleine und drei etwas größere Leben für ein Projekt mitten in der Gemeinde Hartmannsdorf einsetzen. Die Spender sind natürlich bereits geheim eingeweiht – alle anderen müssen noch ein bisschen warten. Aber wir versprechen, dass wir in gewohnter Weise berichten werden .

23 Feb

Winter im Februar erwartet

Kurzmeldung: Wider Erwarten wird im Februar doch noch Winter erwartet!

Hartmannsdorf (Muht Press). Ungewöhnliche Kälteeinbrüche erfordern ungewöhnliche Maßnahmen. – Unter den Protestchören und Klagegesängen der Kameruner unter Chorleitung von KonnyMitK wurde Oma Bertha, zu alt für zu kalt, heute ins Haus 2 geholt, wo sie nach einer ausgiebigen Gartengrasverkostung sichtlich erleichtert ihr neues Kuschelbett im alten Zuhause bezog. – Das schwarze Trio äußerte sich zufrieden zur neuen alten Nachbarin. Diese Nacht gibt es sicher viel zu erzählen.
Die Wiesenvillen bekamen ebenfalls die besonders dicken Winterdeckengarnituren im edlen Strohdesign, sodass auch draußen alles bestens bereit ist für Frost und Co.

Wir halten Sie auf dem Laufenden.

03 Feb

Team Pflege trifft Mu(h)t

Weil Leben einfach das Wertvollste der Welt ist. – Für jeden. – Unsere Empfehlung (wir sind übrigens vom Fach ): Das Pflegeheim Recenia in Hartmannsdorf

15 Jan

Brigade Bunt tut Neuigkeiten kund

Illegale Ein- und Auswanderung auf der Wiese?

Hartmannsdorf (Muht Press). Rätsel über Rätsel beschäftigen momentan die Mähbrigade an der B95. Das Einwohnermeldeamt „Wiese“ bestätigte auf intensive Nachfrage, dass es sich beim Neujahrsschaf nicht um ein, sondern wohl um insgesamt drei Tiere gehandelt habe. „Wie das passieren konnte, ist uns noch immer nicht ganz klar“, gab der Standesbeauftragte Karlchen zu Protokoll. „Erst war es ein sehr dickes schwarzes Schaf. Dann waren es zwei. Und dann drei. Und dann waren sie plötzlich alle wieder weg.“ Wie es zum Verschwinden des Neuschafes – korrekter: DER Neuschafe – kommen konnte, ist noch immer nicht ganz geklärt. Eventuell steht ein Pferdehänger damit in Zusammenhang, der am Abend der Verdreifachung des schwarzen Schafes auf der Wiese beobachtet wurde. Gemunkelt wird auch, dass im „alten Stall“ seither hin und wieder gemeckert würde. – „Sie hat SO schnell so viel abgenommen“, flüsterte Anni neidisch, „den Diättipp brauche ich unbedingt!“
„Wir haben den Verdacht, dass wir mehr sind, als wir sind“, äußerte KonnyMitK, die Moritz den Führungsposten „Brigade Bunt“ kürzlich aberkannt hatte. „Momentan sind wir aber ganz froh, dass wir nicht noch nervige Kleinstkinder betreuen müssen. Man weiß ja, wie das mit schwarzen Schafen so ist.“
„Wozu gibt es denn Elternzeit?“, murmelte Bertha daraufhin zur Sachlage, „wir werden hier schon noch früh genug mit erziehen müssen.“

Wir werden für Sie den Fall weiter verfolgen