Nachtnachlese

Wenn abends pünktlich 21 Uhr sämtliche Smartphones des Vereins auf einmal klingeln -Wenn daraufhin umgehend alle alles stehen- und liegenlassen, aus der Dusche und dem Fernsehsessel springen-Wenn die Autos mit hastig im Treppenhaus übergeworfenem Shirt, aschenputtelgleich („Nur ein Schuh“) geentert werden -Wenn eine der Startenden panisch durchs Mietshaustreppenhaus ruft: „Ich brauch Möhren! Oder Äpfel!“ – Wenn alle den Tatort maximal sechs Minuten nach Eingang der Meldung erreicht haben – Wenn ein Vereinsmitglied mitten auf der Kreuzung aus dem Auto springt und einem anderen laut zuruft „ich bin da! Fahr mein Auto weg!“ („Wo steht denn das?“ – „Weiß ICH doch nicht!!!“) -Wenn absolut unbeteiligte Autofahrer selbstlos Nusstüten (statt Brot) und neu gekaufte Ikea-Teppiche zur Verfügung stellen -Wenn die Gemeinde im Laufschritt bergauf und bergab durchquert wird -Wenn wagemutige Hechtsprünge schließlich zum Erfolg führen und eine fliederfarbene Welpenleine das Schlimmste verhindern soll – Wenn die Frage „Das ist wohl Euer Schaf? – Und was ist mit der braunen Ziege?“ nur völliges Unverstehen hervorruft -Wenn die Fragen des Abends „Wo ist mein Handy? Wo ist mein Auto? Wo ist mein Wohnungsschlüssel? Wo sind meine Nüsse?“ sind -Dann hat Moritz (keine Ziege!) den Ausgang am doch nicht so perfekt reparierten Zaun der Grimmhild-Steffi gezeigt, hat ihr aber nicht gesagt, wie man wieder zurückkommt….Und heute wird mal wieder Zaun gerichtet!Wir danken:Unseren InformantenAllen freiwilligen und spontanen HelfernAllen geduldigen und vorsichtigen AutofahrernPS. Gelacht haben wir hinterher. -Sehr.
Pfingstschafe statt Pfingstochse?
Straftat auf der Wiese oder: Pfingstschafe statt Pfingstochse?Hartmannsdorf (Muht Press). Entgegen des Beherbungsverbotes bestiegen heute die beiden frisch sommerfrisierten und nagelstudioverschönten Damen Lotte und Rosalie samt ihrer Schminkköfferchen und kleinem Reisegepäck den Bus, um zu einer Seniorenreise mit gleich mehreren Übernachtungen AUSWÄRTS aufzubrechen. Damit nicht genug, wurden von den beiden Rebellinnen weder Abstandsgebote noch Maskenpflicht (auch nicht im Bus!) umgesetzt, und an der Händehygiene darf zumindest gezweifelt werden. Ein weiterer Verstoß wurde vermutlich begangen, als die Außengastronomie ungenehmigt in Anspruch genommen wurde. Allerdings zeigten sich die Verantwortlichen hier zumindest rechtlich unsicher, weil keiner mehr weiß, was wo gerade erlaubt, verboten oder verpflichtend ist. „Uns egal. Wir machen jetzt Pfingsten“, murmelte Lotte ein wenig aufsässig. „Kampfu mir mal den Gämseweim gebem?“, fragte Rosalie in die Runde. „Mit vommem Mund spricht mam micht!“, belehrte Lotte sofort.Was an Strafverfolgungsmaßnahmen auf Grund der zahlreichen Verstöße auf die Täter und Mittelsmänner und -Frauen zukommen wird, ist derzeit noch unklar.Wir halten Sie auf dem Laufenden und wünschen allen Frohe Pfingsten!
I am Schur
Wir bedanken uns jetzt als allererstes ganz herzlich beim KcK Kleincontainerdienst Kupfer Hartmannsdorf für die unkomplizierte Unterstützung. Das nächste wahnsinnig dicke Danke geht an unsere vielen Helfer und Unterstützer, dank denen es möglich war, dass heute die nachgewachsene Wiese freigegeben werden konnte. Da war ja noch dieser kaputtgefahrene Zaun, der nun gerade rechtzeitig wieder ein ganzer Zaun ist. Guckt mal, was Schafe im Zusammenspiel mit der Natur für Wiesen tun – so vielfältig war es auf „Seite Fast schon Kühnheide“ in den letzten Jahren noch nicht. Wir wünschen unseren Nachbarn von der Recenia ganz viel Freude mit unserer Bande, die jetzt wieder ein bisschen mehr ins Sichtfeld gerückt ist. Ohne die Winterjacken sieht man einigen unserer Schafe das hohe Alter nun wieder deutlich an. (Eigentlich wird man in Wiederkäuerkreisen nicht natürlich alt, sondern vorher zu Gulasch…) Bitte achtet trotzdem darauf, dass nicht vor lauter Begeisterung ganze Bäckerläden über den Zaun gereicht werden – wir verstehen das von Herzen, aber den jeweils vier Mägen unserer Mäher tut zu viel Brot gar nicht gut. (Möhrchen sind ungefährlicher und auch sehr beliebt). Gern organisieren wir statt dessen spontane Kuschelstunden – das ist viel schöner für die Seele.
Familie auf Tour
Ihr Lieben – heute wagen wir es und erzählen Euch vom nun doch vierfachen Babysegen. Erst hat uns unsere Erni ja erwartungsgemäß mit ihrem Duo überrascht. Und als Mozart aus dem Gröbsten raus, Bruno riesig und die 153 maximal möglichen Tage, die Susi tragend sein konnte, im Prinzip fast um waren – genau! „Fast“ ist eben nicht „ganz“, und so entschloss sich Susi dann doch schnell noch, das letzte Mal in diesem Leben Mama zu werden. Ihr Zwillingspärchen hat uns echt verblüfft – nun haben wir ein kohlrabenschwarzes Mädel und ein gepunktetes Böckchen mehr. Das allerdings war so zart und durchscheinend, dass wir, statt seine Geburt zu verkünden, lieber erstmal eifrig um sein klitzekleines Leben gebangt und gekämpft haben. – Der Zwerg hat allerdings einen wahnsinnigen Lebenswillen, und so wagen wir es jetzt, auch für ihn nach einem Paten für immer zu suchen. – Gibt es also unter Euch jemanden, dem der Mini mit den braunen Flecken ins Herz guckt und der ihm seinen Lebensunterhalt sichern und ihm einen Namen geben möchte? – Sein Schwesterchen hatte schon Glück. Wir danken Nicole Urban von Herzen für die zauberhaften Fotos, Guckt auch mal in ihrer Pixelschmiede auf Facebook vorbei!
Ostern in Sicht
Ihr Lieben – findet ihr auch, dass wir recht lange still waren? – Neben unserer Auktion für das Ponyknie, die uns etwas beschäftigt, hat uns unsere Erni jüngst auch noch ein bisschen Arbeit beschert. – Sie hat uns da letzte Woche nämlich gleich zwei Vorostereier ins Nest gemogelt… Da Erni als echtes Exschlachtschaf leider nur einen Platz an der Milchbar frei hat, hatte sie nach der ganz heimlichen Geburt eines ihrer Kinder schon aussortiert und weggelegt. – Aber nicht mit uns! – Wir haben sie davon überzeugt, dass beide sehr hübsch sind, und nach anfänglicher Gegenwehr dürfen jetzt auch beide trinken. Natürlich füttern wir zu wie die Weltmeister, und natürlich ist hier NIEMAND auch nur irgendwie „über den Berg“. Aber mit vereinten Kräften – wer weiß? – Unser kleiner Mozart hat bereits seine Lebenspatin gefunden.Das andere noch namenlose Schafkind geht hiermit offiziell auf die Suche. – Und wenn wir uns unsere Susi so angucken, wissen wir auch nicht, ob nur ihre Jacke etwas aufträgt oder ob uns da weitere Osterlämmer ins Haus stehen. – Was meint ihr?





























